@Fading, es geht um Pauschalisierung und die Art und Weise.
Wenn ich mir das Video anschaue die Sekunden zähle, von der Ausfahrt bis zum Crash, würde ich nicht davon ausgehen wollen, dass der mit 200 Klamotten dort raus ist.
Und wenn ich falsch liegen sollte, wäre die andere Vermutung immer noch eine Möglichkeit, die mit den Augen und die Geschwindigkeit nur ein zusätzlicher Faktor der zum Unfall führte. Die Kurve kam ja erst nach dem Crash, wenn ich das Video im Hinterkopf habe.
Ich habe es selbst oft genug erlebt, selbst wenn ich mit 60/70 km/h aus längeren Tunneln fuhr, für einen Augenblick ist man blind, wenn auf der anderen Seite, am Ausgang dir die Sonne ins Gesicht springt.
Von Jota habe ich kein Video gesehen und kann dazu keine Aussage treffen.
Die Medien sind immer voll von Meldungen, ob sie auch objektiv sind ist eine andere Sache.
"Diese Leute". Wen pauschalisierst du damit? Jeder der Ferrari fährt ist einer "dieser" Leute?
Es passieren bei uns ständig solche Unfälle und diese Sportwagen sind nur selten an Unfällen beteiligt, nicht nur weil es prozentual davon viel weniger davon gibt, eher weil sie ihre "Schätze" bewahren.
Da sind eher unsere Rennfahrer in den Städten, die andere Menschen in den Tod reissen mit ihrer Raserei.
Ich hatte eine Frage gestellt, ob du selber Auto fährst, mehr nicht. Das hat nichts damit zu zu tun, dich oder andere in die Dumpfbackenecke zu stellen, wie du es nennst, sondern eine ernsthafte Frage.
Ich kenne bzw. kannte einen KFZ-Meister, welcher mit mir um mein Auto wetten wollte, als wir zusammen mit seinen Azubis in der Kneipe saßen und "Benzingespräche" führten.
Unter anderem unterhielten wir uns über meinen Job und er fragte mich, wie schnell der Förderkorb uns, im Bergwerk nach unten bringen würde, also sozusagen, wie schnell der "Fahrstuhl" die 650 m braucht bis in diese Tiefe. Ich sagte ihm, je nachdem, so etwa 3 bis 5 Meter pro Sekunde.
Da fing er an zu lachen und meinte, ob ich bekloppt wäre, 3 Meter pro Sekunde, ob das eine Rakete wäre. Ich und seine Azubis schauten ihn ungläubig an. Er fing an zu streiten wegen der 3 Meter/s.
Als ich ihm dann sagte, dass dies gaaanz langsam wäre, wurde er böse. Er sagte, er wolle mit mir um mein Auto wetten und wenn ich gewinne, bekomme ich von ihm ein Auto.
Dann ging ich zur Theke, nahm einen Block und Kugelschreiber und schrieb ihm darauf die Formel, Weg mal Zeit. Er konnte damit nichts anfangen, wurde immer böser. Und dann nuschelte einer seiner Azubis und sagte ihm, dass ich recht hätte.
Drei Meter pro Sekunde sind 10,8 km/h, 30 m/s entsprechend 108 km/h.
Ich fagte ihn dann nur noch, ob er seinen Meisterbrief an der Schießbude auf der Kirmes geschossen hat. Er hat nie wieder ein Wort mit mir gesprochen und sich vor seinen Azubis blamiert.
Lange Geschichte.
Die Frage nach dem Auto fahren deshalb, da, wenn man keinen Führerschein hat, nicht unbedingt die Geschwindigkeit einschätzen kann und auch die Formel nicht im Hinterkopf hat.
Schau, ich stehe an einer Kreuzung/Einmündung, vor mir ein Auto, links frei, von rechts kommt ein Auto, etwa 200m entfernt und der vor mir fährt einfach nicht. Leute, welche die Geschwindigkeit nicht einschätzen können.
Oder sie warten und fahren kurz vor dem Auto raus, da es ihnen plötzlich zu lange gedauert hat.
Ich habe mir das Video angeschaut und das hat nichts mit Glauben, sondern Mathematik zu tun.
Das ständig Unschuldige mit in den Tod gerissen werden steht doch außer Frage, da stimme ich dir doch zu, da ich es selber so sehe. Die ganzen Raser gehen mir bei uns auch auf den Zeiger. Die rasen mit ihren dicken Audis und AMG's am Busbahnhof vorbei, um die 13 jährigen Mädchen an den Haltestellen zu beeindrucken. Mich wundert nur, dass dort noch kein tödlicher Unfall vorgekommen ist.
Man kann sich tausende Videos anschauen mit bekloppten Fahrern, und in den Nachrichtensendern sieht man ja ständig solche Dokus.
Du sprichst von gleichen Erfahrungen. Dies halte ich für ein Gerücht. Dazu müsstest du dann seit 51 Jahren mobil auf Europas Straßen unterwegs sein, auf zwei, vier und mehr Rädern.
In dem Wort Erfahrung steckt fahren mit drin. Mein Fahrlehrer sagte mir seinerzeit, als ich den Lappen in der Tasche hatte: "Denke immmer daran, dass du ab jetzt Auto und Motorrad fahren darfst, du kannst es aber erst, wenn du 7 Jahre oder 40.000 Kilometer Erfahrung gesammelt hast.
Diese Worte klingen auch noch heute in meinem Ohr.
Schau, ich hatte mit 18 einen Sportwagen, einen Matra, mit 19 einen Porsche 911, danach getunte Opel Manta, Motorräder und heute fahre ich zwei Sportwagen und ne Harley. Eins der Autos ist ein getunter SLK.
Und ich fahre seit 51 Jahren unfallfrei und hatte nur ein einziges Mal, drei Punkte eingefahren, das war vor 1980.
Erfahrung gewinnt man mit fahren, viel fahren. Egal, ob mit Auto, Motorrad oder LKW. Ich habe alleine mit den Motorrädern schon gut und gerne 200.000 Kilometer auf dem Buckel und mitt den Autos vermutlich eine Millionen. Den LKW lasse ich dabei mal besiseite.
Erzähl mir mal von deiner gleichen Erfahrung.
Danke, dir auch frohe Weihnachten.
Ich gebe es an meine Tochter weiter, allerdings kann sie mit dem Namen Fading nichts anfangen, kennt den nicht.
