Ich weiß nicht wie es euch geht, ich bin seit gestern so im Hype, ich glaube, ich habe den Trailer jetzt bestimmt schon 20x gesehen und
entdecke immer noch Neues.
Es freut mich sehr zu hören, dass es dir so sehr gefällt.
Ich bin von Death Stranding ja eh schon begeistert gewesen, weshalb auch mein letztes Tattoo davon inspiriert worden ist (sehr subtil) und es bei einem kommenden noch intensiviert wird.
Die ganzen Details, die man auch abseits der vorgeteragenen Geschichte in den Interviews mitbekommt, macht das so extrem vielseitig.
Beim ersten Durchgang habe ich tatsächlich diverse Themen, die da angesprochen worden sind, noch einmal nachgelesen, da ich mir unsicher war, ob es auf der Wahrheit beruht. Aber das war der Fall.
Mit "
Big Five" hat es tatsächlich fünf große Artensterben/Massensterben gegeben, was hier ja thematisiert worden ist.
Oder auch der Begriff
Homo Ludens war mir bis dahin nicht geläufig. Das es ja den Homo Sapiens (der heutige Mensch) gibt und man auch noch den Homo Neanderthalensis (Neandertaler) kennt, dachte ich zuerst das Homo Ludens eine Erfindung sei. Aber den Begriff gibt es tatsächlich, denn damit ist der spielende Mensch gemeint und gilt als Erklärungsmodell, welches den Menschen als spielendes Wesen erklärt. Seine kulturellen Fähigkeiten, individuellen Eigenschaften und Erfahrungen gewinnt der Mensch in erster Linie durch spielerisches Handeln und ist ein wichtiger Prozess für den Menschen. Ähnliches gibt es ja auch bei den Tieren.
Aber ich schweife ab.
Fakt ist auf jeden Fall, dass mit Death Stranding eine Welt und Geschichte geschaffen worden ist, wie man sie noch nie zuvor gesehen oder gelesen hat.
Ganz egal welche Geschichte wir in Film, Videospiel oder Serie erleben, alles hat es in ähnlicher Form schon gegeben, ohne das schlechter reden zu wollen.
Game of Thrones z.b. hat ein Mittelalter & Fantasy Setting mit Drachen. Auch wenn diese Serie/Buchform einmalig ist, so ist dort nichts, was man nicht schon kennt. Es ist einfach eine gut geschrieben Geschichte. Aber hier hat man eine ganz eigene Welt geschaffen und bedient sich dabei so unfassbar vielen Dingen und Fakten der heutigen Welt.
Gestern im Bett noch mal die komplette Lore von Death Stranding 1 angesehen. Kojima ist so ein Genie, ich glaube, damit hatte niemand
gerechnet, ein 10 minütiger trailer der so episch ist dass es einem den Atem raubt.
Tatsächlich habe ich mit einem eher längeren Trailer gerechnet.

Beim ersten Teil gab es damals schon große Trailer, wie den
7 Minütigen Launch Trailer oder den fast
9 Minütigen Release Date Reveal Trailer und einige weitere.
Irgendwie hatte ich aber auch einen noch längeren in Erinnerung. Da liege ich aber wohl falsch.
Ich freue mich echt sehr darüber, dass du meinen Hype bezüglich Death Stranding teilst.
Aber zeitgleich habe ich Sorge, dass dir das Spiel überhaupt nicht gefallen wird. Du sagtest ja, dass du den ersten Teil nicht gespielt hast.
Meine Empfehlung: Hole es nach. Ganz gleich wie sehr man die Lore nachgelesen hat. Das Spiel hat so viel an Story, die man eben auch Schritt für Schritt erleben muss, dass man dies in einem Erklärungsvideo unmöglich mitgeben kann. Und wie viel Story du am Ende daraus erleben möchtest, hängt ganz davon ab, wie sehr du zusätzlich in die Interviews und E-Mails eintauchen möchtest oder wie intensiv du das Spiel auskundschaftest und Geschichten beendest.
Allerdings ist das Gameplay wirklich sehr speziell. So sehr ich das Spiel auch liebe... viele andere Gamer haben es dermaßen gehasst, dass diese mit großer Intensität überall dagegen gehatet und Spiel und Fans kritisiert haben, dass es Leuten die das Spiel mögen den Spaß genommen hat. Und das in einer Intensität, die ich sonst nur von The Last of us 2 erlebt habe.
Das Spielprinzip ist nicht für jede Person etwas.
Der Anfang ist sehr schwer und bis das Spielprinzip und der Sinn dahinter aufgeht, dauert es wirklich einige Stunden. Und selbst dann bleibt die Frage offen, ob es einem selbst gefällt.
Abwertend gesagt, heißt es von vielen Menschen nur "DHL Simulator" oder "Paket Simulator". Und wenn es man darauf runterbricht, könnte man es so stehen lassen. Nur müsste man dann auch jeden Ego Shooter eine Walking Simulation nennen, weil fast jedes andere Spiel weniger an möglichen Spielelementen besitzt.
Das Spielprinzip ist es tatsächlich, die Fracht von einem zum anderen Ort zu bringen. Aber die Wege und Möglichkeiten das zu tun, sind enorm. Die Geschichten drum herum, warum man das Ganze macht, sind packen, fesselnd, emotional oder teilweise auch witzig und werten es ungemein auf. Auf den Wegen gibt es aber eben auch unterschiedliche Dinge, die das Spielgeschehen flexibel und dynamisch gestalten. Es gibt verrücktgewordene Menschen, es gibt GDs bei denen einem das Blut in den Adern gefriert, es gibt unterschiedliche Umgebungsstrukturen und dann gibt es eben auch Dinge, die man (und der Rest der Menschheit) sich selbst erschaffen und Aufbauen kann, um diese Wege so einfach und Bequem wie möglich zu gestalten. Und wenn man das einmal aufgebaut hat, fühlt sich das sehr belohnend an.
Aber vor allem die Online Komponente ist faszinierend, ohne dass es die Faszination und Melancholie der Einsamkeit nimmt. Es ist dieser kleine Hoffnungsschimmer und dieser kleine Funken, der an einer gemeinsamen Zukunft der Menschheit glauben lässt. Jedes Mal, wenn man erkennt wie eine Straße von anderen aufgebaut worden ist, wie mir jemand eine Leiter an genau der richtigen Stelle hinterlassen hat oder wie ich einen perfekten Weg von Seilzügen bekomme, weil jemand genau an der richtigen Stelle einen gebaut hat, wodurch dann meine Netzwerkbandbreite reicht.
Und dann die von den Menschen hinterlassenen Fußspuren... Wie genial kann man das bitte sowohl Metaphorisch als auch richtig darstellen? Du bist einen Weg mehrfach gegangen? Es bildet sich ein Weg, der dir zukünftig einen einfachere Weg ermöglicht. Aber nicht nur dir, sondern auch anderen und wenn andere denselben Weg gehen, dann hast du es einfacher. Das ist so genial. Und das auf so vielen Ebenen.
Habe ich schon gesagt, dass ich das Death Stranding Universum und Videospiel mag? So ein bisschen
