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Game Development: Mein Weg zum ersten Videospiel

Oyle

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"Ich möchte ein eigenes Videospiel entwickeln..."

Diesen Gedanken trage ich schon seit ich denken kann mit mir rum.
Meine Leidenschaft für Videospiele hat schon in der frühesten Kindheit angefangen.
Diese Faszination in virtuell erschaffene Welten abzutauchen und dort alles zu machen, war schon immer ein Teil von mir. Ich wollte spielen, ausprobieren, erkunden, mich gruseln, Menschen retten, mich freuen, Erfahrungen sammeln, neues entdecken und mich auf jeden erdenkliche Art begeistern lassen. Aber eines wollte ich auch schon immer: Ich wollte ein eigenes Videospiel entwickeln.

Schon in Kindesalter habe ich ständig darüber nachgedacht.
Ein Bekannter erzählte mir davon, er habe auf dem C64 was programmiert. Das wollte ich auch! (Heute weiß ich, der hat quatsch erzählt.)
Für die erste PlayStation gab es mit der Net Yaroze ein Entwicklerkit. Ich musste es haben!

Doch damals gab es so einige Probleme und Hürden.
Zum einen war ich ein Kind. Ich hatte weder Geld, Erfahrung, Möglichkeiten oder Menschen mit Erfahrungen. Es gab auch kein Internet, weshalb ich mich auch nirgends informieren konnte. Und die wenigen Infos hat man durch Erzählungen und aus Zeitschriften mitbekommen. Und dann gab es noch einen weiteren Punkt... ich habe mich nicht für sonderlich Intelligent gehalten, freundlich ausgedrückt. Entsprechend fehlte auch das Selbstvertrauen, überhaupt etwas selbst zu schaffen.

Doch die Zeit änderte sich und mit dem zunehmenden Alter wuchsen auch die Möglichkeiten.
In der Berufsschule fing ich damals an und habe mit dem RPG Maker die ersten Projekte gestartet. Ich hatte einerseits mit einem Fantasy Rollenspiel begonnen, welches ich damals Tremuria nannte. Es gab es ein erstes Dorf, Mini Games in dem man Hühner fangen musste und sogar die Band Static-X habe ich als Sprites eingebunden, die den Song "Push it" gespielt haben. In den Bücherregalen hat man witzige schlüprige Dinge gefunden und der Ort hatte seine eigene Geschichte. Es gab auch eine Overworld.
Warum nie was darauf geworden und warum ich aufgehört habe? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich wünsche, ich würde das Projekt von damals finden.
Etwas später habe ich noch ein weiteres Spiel als Projektarbeit in der Schule mit einigen Kollegen zusammen programmiert. Es war ein starres Adventure im Stile von South Park, bei dem unsere Englisch Lehrerin mit Maschinengewehr der Bösewicht gewesen ist, die einen Diktatur in ihrem Keller versteckt hatte. Das aber eben ohne Spieleengine, sondern lediglich als reine Forms Anwendung. Und dann gab es noch einige Minispiele, wie schnelles Tastendrücken, um als erster ein Glas Bier geleert zu haben.

Dann war es für Jahre still, bis ich vor nicht alt zu langer Zeit wieder ein paar kleine Versuche gewagt hatte. Ein Konzept für mein Videospiele "A Waterful Life" hat es gegeben, zu dem mir meine Freundin sogar eine Grafik erschaffen hat.
Es ging um das Thema Depressionen, jedoch mit einem positiven und Lebensbejahenden Ergebnis. Die Depression sind quasi die Gegner und je nachdem, wie gut oder schlecht man gegen die Depressionen ankommt, umso mehr verändert sich die Außenwelt von einer bunten schönen Welt, über eine karge bis hin zur horrenden Welt. Aber auch das blieb und bleibt bis heute in der Schublade und in meinem Kopf.

Jetzt aber...​


Die letzten Tage und Wochen haben meine Freundin und ich uns überlegt, ob wir nicht gemeinsam ein Videospiel erschaffen wollen. Wir haben zuletzt einige Videospiele gemeinsam gespielt und suchen nun etwas, was wir weiterhin gemeinsam machen können.
Während ich als Software Entwickler Erfahrungen in Programmiere habe, glänzt sie als Autorin mehrerer Romane und Kurzgeschichten und hat in ihrem Studium und ihrer Arbeit in einem Manga-Verlag Erfahrungen in sämtlichen Grafischen Bereichen und weiß Geschichten und Charaktere zu schreiben. Gemeinsam wollen wir jetzt schauen, wie weit wir kommen.

Ein Tagebuch der Spieleentwicklung​


In diesem Thread möchte ich darüber schreiben, wie sich unsere Entwicklung eines Videospiels entwickelt.
Von der ersten Idee über Gedankengänge, bis hin zu den ersten Erfahrungen und vielleicht irgendwann einem spielbaren Spiel.
Aktuell sind wir noch in der Findungsphase und überlegen über Setting, Genre, Design, Stil und mehr. Aber um hier Entscheidungen zu finden, müssen wir uns für eine Engine entscheiden und entsprechende Erfahrungen sammeln, um zu sehen, was geht.
Erste Steps habe ich heute gemacht. Aber darüber dann morgen oder demnächst mehr.

Ich bin gespannt wohin die Reise gehen wird...
 
Das hört sich super spannend an Dennis @Oyle .
Ich wünsche Deiner Freundin und Dir viel Glück und Erfolg dabei.
Mir fehlt es da leider komplett am Sachverstand obwohl ich als Jugendlicher viele Geschichten geschrieben habe.
Bei Microsoft habe ich vor Jahren mal eine Lizenz als Entwickler erworben.
Lifetime für damals unter 20 US Dollar.
So kann man legal auf einer Xbox Emulatoren nutzen um eigene Spiele zu testen.
Habe ich aber nie genutzt.

Gibt es tatsächlich immer noch:


 

Die Wahl der Engine​


In den letzten Wochen habe ich mir immer wieder Gedanken darüber gemacht, welche Engine es werden soll. Dazu habe ich entsprechend recherchiert.
Am Ende waren es vor allem GameMaker, Godot, Unity aber auch Adventure Forge, die spannend klingen. Alle haben ihre Vor- und Nachteile.
Adventure Forge sieht von der Website her sehr spannend aus und ich hatte mich auch vor einer Weile schon für die Vorabtests angemeldet. Aber es gibt noch keinen Release-Termin der Engine. Und da die Engine ja noch recht jung ist, wird es auch sehr an Material, Erfahrungen und Hilfe fehlen. Das wäre für den Anfang nicht so gut.

Nach allem hin- und her waren dann Unity und GameMaker bei mir auf der näheren Liste, da diese beiden Konsolen Exporte unterstützen.
Und wenn ich ein Spiel entwickle, dann möchte ich es auch auf Konsole exportieren können.

Gestern Abend habe ich dann meine ersten Schritte in Unity gemacht, nachdem ich beide Engines heruntergeladen habe.
Dort habe ich dann meine ersten Schritte gemacht und das erste Tutorial durchgearbeitet, um ganz grob die ersten Eindrücke in der Entwicklung mit Unity zu erlangen.
Das empfand ich bis dahin als sehr leicht und selbsterklärend, hat aber natürlich noch nichts zu sagen. Als Software Entwickler fühlte ich mich aber in der Umgebung schon einmal recht heimisch. Auch wenn ich bis zu dem Zeitpunkt noch keinen Code gesehen habe und auch nicht im Ansatz weiß, wie das alles funktioniert. Aber wie man mit 3D Objekten arbeitet, diese bewegt und ihnen Leben einhaucht, hat man gut gezeigt. Aber ich denke, dass mein Werk eher ein 2D Spiel werden wird. Und da bin ich auf die nächsten Erfahrungswerte gespannt und gespannt darauf, wie ich mit der Engine oder den beiden Engines zurecht komme. Ob ich den GameMaker noch ausprobiere, der in Sachen Einstieg leichter sein soll, hängt jetzt von den Erfahrungen mit Unity ab. Denn Unity soll den Vorteil haben, dass es eben flexibler und größer ist und in Sachen Programmierung einiges mehr kann (Objektorientierung -> Vererbung usw.). Sollte der Einstieg also einfach bleiben, bleibe ich dabei.

Das Tutorial könnt ihr übrigens auch schon spielen.
Ganz spontan First Step of a Robot and a Child (mehr Zeichen waren leider nicht möglich) genannt, ist es auf Unity im Browser spielbar.
Ist nur eben nicht mehr als das Tutorial. Aber eine erste interessante Erfahrung.
 
Interessantes Thema. Ich habe ja auch schon etliche Game-Leichen im Keller. 😄

Mit Unity hättet ihr auf jeden Fall eine vielseitige Engine an der Hand, mit der sich allerlei machen lässt, und mit deinem Coding-Hintergrund auch sicher schnell zu erlernen. Durch die Einbindung im Browser auch praktisch um regelmäßig Fortschritte zu posten.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur empfehlen nicht zu groß zu denken. Die Technik hat man immer schnell zusammengebaut, aber hintenraus verzettelt man sich gerne. Am besten auch erstmal einen Prototypen bauen und dann ausprobieren, ob das Gameplay überhaupt so Spaß macht, wie man sich das vorgestellt hat. Bevor man sich in Grafiken und Details verloren hat, und wieder alles umbauen muss.

Ich bin ja mal gespannt für welches Genre ihr euch entscheidet und in welche Richtung es gehen wird. 🙂
 
Ich bin ja mal gespannt für welches Genre ihr euch entscheidet und in welche Richtung es gehen wird. 🙂
Momentan stehen folgende Genres und Inspirationen im Raum...

- Stardew Valley
- Dredge
- Rollenspiele im Stile Secret of Mana, alte Final Fantasy, Chained Echoes
- Adventure
- Disco Elysium (vor allem wegen der Dialoge und Auswirkungen)
- Inscryption

Das Setting könnte vermutlich eher in Richtung Fantasy gehen. Aber ich denke weniger Standard. Und ich mag es ja meist auch sehr Emotional, Psychologisch, Metaphorisch, Philosophisch und so weiter.
 
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