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Review: Potion Permit im Test – Auf den Spuren von Harvest Moon & Stardew Valley

9d263d31-7719-4da0-9335-e8d4d743874f.pngMit Harvest Moon hat man damals im Jahre 1998 in Europa (1996 in Japan) nicht nur ein großartiges und süchtig machendes Spiel veröffentlicht, sondern unserer Meinung nach auch ein eigenes Genre geschaffen, welches nur leider noch keinen Namen hat. Und doch kennt fast jeder eines der an Harvest Moon angelehnte Spiele wie Stardew Valley, Rune Factory und sogar Animal Crossing, welche sich Millionenfach verkauft haben.

Diese Spiele verbinden meist die Gemeinsamkeit aus Rollenspiel, Simulation, Crafting und Erkundung. Während in Harvest Moon noch der Anbau von Pflanzen und das Ernten im Vordergrund stand, gehen einige der Vertreter mittlerweile ganz andere Wege. So auch Potion Permit über das ich in diesem Test berichten möchten.

Ein unwillkommener Gast, Arzt und Alchemist

a7d22844-aa6e-40f3-b66f-9ddb32c95bb8.pngDem Alchemistenrat zugehörig erhaltet ihr die Aufgabe nach Mondburg zu reisen, um dort eine Zweigstelle zu eröffnen und dem Bürgermeister zu helfen. Denn die Frau des Bürgermeisters bat per Brief um Hilfe, da ihre Tochter erkrankt ist und niemand ihr helfen kann. Schon bei der ersten Begegnung wird euch deutlich gemacht, dass ein Alchemistengenie in Mondburg nicht willkommen ist. Denn in der Vergangenheit hat sich ein schwerer Unfall ereignet bei dem einige Personen schwer verletzt und sogar gestorben sind, einige Bereiche der Insel nicht mehr betreten werden können und auch einige Pflanzen dadurch ausgestorben sind. Schnell wird klar das es hier nicht nur um das brauen von Tränken und heilen der Erkrankten geht, viel mehr müsst ihr euch als Mitglied der Gemeinde beweisen und den Ruf der Alchemisten wiederherstellen.

Rohstoffe sammeln, Tränke brauen, Freunde finden und Aufgaben erledigen

pp6.jpgDer Alltag als Alchemistengenie ist nicht leicht und vor allem sehr Vielseitig. Mit Sichel, Axt und Hammer ausgerüstet sammelt ihr in den Wäldern, im Schneegebiet oder dem kargen Ödland diverse Rohstoffe. Man kann damit Bäume fällen, Pflanzen ernten, Steine kloppen aber auch Gegner erledigen. Mit diesen Rohstoffen werden dann Tränke gebraut, Rüstungen aufgewertet, das Haus oder die Klinik aufgebessert oder aber Nebenquests erledigt.

Aber der Alltag in Mondburg besteht nicht nur darin Rohstoffe zu sammeln. Denn auch das Geld ist wichtig, um die vielen Verbesserungen zu bezahlen oder aber um Nahrung zu kaufen, mit dem man seine Lebens- und Ausdauerpunkte wieder auffüllen kann. Und Geld verdient man entweder durch das Heilen von Patienten, dem Verkaufen von Tränken, durch erledigen von Nebenaufgaben anderer Personen, das Erledigen von Aufgaben am Brett im Rathaus und nicht zuletzt durch Arbeiten im Postamt, bei der Polizei oder der Kirche. Letztere können einmal am Tag erledigt werden und werden als Mini-Spiele absolviert, wofür man je nach Erfolg eine bestimmte Menge als Geld erhält.

Eines der Kernelemente des Spiels ist es Freundschaften und sogar Romanzen zu den Mitbürgern von Mondburg aufzubauen. Durch tägliche Gespräche mit den Bewohnern baut man Stück für Stück das Vertrauen zu diesen auf. Wer schneller mit jemanden befreundet sein möchte, der kann ihnen Geschenke machen. Die dafür nötigen Geschenke erhält man selbst in Form von Mondnelken für das Heilen von Patienten oder aber durch einige der Nebenaufgaben. Hat man ein bestimmtes Freundschaftslevel erreicht, startet eine von vielen Quests, um die nächste Freundschaftsstufe zu der Person zu erreichen. Diese Quests bestehen häufig aus gemeinsamen Aktivitäten, die Einblick in das Leben der jeweiligen Person geben. Dadurch bekommen die einzelnen Bewohner ein wenig mehr Farbe und Leben, was dem Spiel wirklich gut steht und den Rollenspiel Anteil passend unterstreicht.

Der Arzt von Mondburg

pp1.jpgObwohl ihr eigentlich ein Alchemist seid, müsst ihr immer wieder als Arzt die Krankheiten der Patienten heilen. Diese teilen euch lediglich die Körperregion mit, in der diese ein komisches Gefühl haben. Mit einer Lupe untersucht ihr die jeweilige Körperstelle. Darauf hin erscheint eines von drei Mini-Spielen, welches ihr meistern müsst, um die passende Diagnose zu stellen. Entweder müsst ihr im passenden Takt die jeweilige Richtung drücken, euch drei bis vier Richtungen merken und wiederholen oder aber Kugeln ausweichen. Anschließend wird euch ein Trank vorgeschlagen, den ihr Zuhause brauen und dem Patienten anschließend geben müsst. Daher ist es immer Ratsam sich einige Tränke auf Halde zu legen. Im Anschluss der Heilung erhaltet ihr etwas Geld, etwas gesteigertes Vertrauen und Mondnelken, die ihr als Geschenk für schnellere Freundschaften verschenken könnt.


Zwischen Mini-Spielen und Abenteuern

pp4.jpgDas Leben in Potion Permit ist sehr vielseitig. Viele der zu erledigenden Aufgaben sind an eines der vielen Mini-Spiele geknüpft. Neben den Diagnosen der Patienten werdet ihr auch bei den Arbeiten im Postamt, dem Polizeirevier oder in der Kirche auf Mini-Spiele treffen. Diese bestehen meist aus kleinen Geschicklichkeits-, Merk- oder Drückaufgaben. Man muss in einer vorgegebenen Zeit entweder ganz schnell einen Knopf drücken, Dinge in die passende Richtung schieben oder Knöpfe im passenden Takt drücken. Alle diese Aufgaben sind sehr einfach und fair gestaltet, weshalb ich im Test nicht ein einziges Mal gescheitert bin. Diese Mini-Spiele haben zwar keinen großen Anspruch, machen aber dennoch Spaß und werten das Spiel ein wenig auf.

Neben den Mini-Spielen ist das Abenteuer in den Wäldern und anderen Gebieten ein zentrales Kernelement des Spiels. Immer wieder verlässt man die Stadt, um nach Ressourcen zu suchen, die man für die Tränke und Verbesserungen braucht. Dort trifft man aber auch auf Gegner, die einem unterschiedlich freundlich gesinnt sind. Während viele Gegner nicht einmal Notiz von euch nehmen werdet ihr von anderen direkt angegriffen. Hier ist Geschicklichkeit gefragt, um den Gegnern passend auszuweichen und diese zu attackieren. Mit den weiteren freischaltbaren Gebieten nimmt auch der Schwierigkeitsgrad ein wenig zu und manche der Gegner können mit nur bestimmten Werkzeugen erledigt werden. Große Käfer mit einem Panzer müssen mit dem Hammer erledigt werden, während andere Gegner mit Schilden ausgestattet mit der Axt bearbeitet werden müssen. Mit zunehmender Spielzeit werden diese Kämpfe zwar stetig fordernder, sind jedoch nie wirklich schwer gewesen. Bis zum Ende des Spiels bin ich nicht einmal von den Gegnern besiegt worden.

Eine kleine weitere Aktivität bildet das Angeln, mit dem man sich ebenfalls weitere Ressourcen erbeuten kann. Im Laufe des Spiels kann man die Angel verbessern, um dann mit anderen Ködern bewaffnet neue Gewässer zu beangeln.

Tetris lässt grüßen

pp7.jpgAls ich in Videos und auf Screenshots das brauen der Tränke gesehen habe, war ich doch ein wenig skeptisch ob mir das gefallen wird. Denn je nach Trank erhält man ein Muster aus Feldern, die durch beliebe Zutaten gefüllt werden müssen. Die einzelnen Zutaten sind Bausteine die an die Steine in Tetris erinnern. Nur mit dem Unterschied das man diese nicht drehen kann… auch nicht das Quadrat 😉

Neben der Verfügbarkeit der Rohstoffe kommt noch eine maximale Anzahl an Bausteinen hinzu, die man überhaupt in den Topf werfen darf. Am Anfang dürfen nur wenige Bausteine in den Kessel geworfen werden, weshalb manche Tränke nur sehr schwer oder gar nicht erst gebraut werden können. Damit diese gebraut werden können, muss man den Kessel verbessern. Dies kann man im laufe des Spiels bei den Schmiedinnen erledigen lassen, die dafür neben Rohstoffen natürlich auch Geld sehen wollen.

Hat man einen Trank bereits einige Male gebraut erhält man die Möglichkeit sich das letzte Rezept abzuspeichern. Bis zu drei Rezepte lassen sich pro Trank speichern, damit man diese in Zukunft in höherer Menge brauen kann. Im Laufe der Zeit passt man diese Rezepte immer wieder an, um diese auf die häufigsten Zutaten abzustimmen. Das ist clever gelöst und motiviert sogar mit der Zeit.

Eine perfekte Balance die viele Spielelemente vereint

pp3.jpgAm meisten hat mich die gute Balance dieses Spiels überzeugt. Während andere Spiele dieses Genres nicht selten Leerläufe haben, man halbe oder ganze Tage einfach verschläft oder aber man nur einer Aufgabe hinterher eilt, hat man hier fast immer mehrere Aufgaben auf dem Zettel. Fast jeden Tag schafft man es eine oder mehrere dieser Aufgaben zu erledigen und neue kommen hinzu. Und das schafft man sogar parallel zur Beschaffung der Ressourcen, dem schließen von Freundschaften, dem brauen von Tränken und dem Heilen der Patienten. In den 20 Stunden Spielzeit ist bei mir nie Langeweile aufgekommen und das sich ständig wiederholende Spieldesign fällt aufgrund der Vielfalt kaum ins Gewicht. Ich hatte immer wieder Ziele vor Augen, die mich stark dazu motiviert haben weiterzuspielen. Der bekannte Suchtfaktor von Harvest Moon, Stardew Valley und ähnlicher Titel ist vorhanden.




Fazit: Ein eigenständiges Konzept, welches sich mit Harvest Moon, Stardew Valley und anderen messen kann!

4f81b7fb-125a-4891-9657-1bf95708abbe.pngZugegeben: Zu Anfangs war ich ein wenig skeptisch was Potion Permit und dem Konzept als Alchemist angeht. Tränke brauen, dazu diverse Mini-Spiele und dabei Patienten heilen? Das klingt so gar nicht nach einer Harvest Moon Alternative die mir gefallen könnte. Aber spätestens seit My Time at Portia habe ich gelernt, dass solche Spiele auch andere Wege gehen können und dabei Spaß machen. Und Potion Permit macht eine Menge Spaß. Nicht selten habe ich mich dabei erwischt, wie ich noch nach 24 Uhr am spielen war obwohl ich am nächsten Tag wieder früh aufstehen musste. Die größte Stärke von Potion Permit ist für mich das gute Balancing, denn ich habe ständig neue Ziele vor Augen und fast täglich konnte ich Aufgaben erledigen über die ich mich gefreut habe. Das bekommen andere Genre-Vertreter meist nicht so gut hin.

Aber auch Potion Permit hat einige Schwächen, die ein wenig an der Punktezahl kratzen. Gerade im Bezug auf die Romanze hat mir hier einiges gefehlt, denn bis auf gemeinsame Unternehmungen ist hier nichts passiert. In Harvest Moon konnte ich noch heiraten und sogar Kinder bekommen. Aber auch das Ende des Spiels hätte für meinen Geschmack klarer sein dürften. Denn erst im Netz habe ich nachgelesen, welche Aufgaben quasi zur Main-Quest gehörten und wodurch ich das Spiel tatsächlich beendet habe. Denn mit dem beenden dieser Aufgaben bin ich dann auch Schlussendlich gesättigt von dem Spiel und kann es mit gutem Gewissen zur Seite legen. Mit knappen 20 Stunden Spielzeit hat das Spiel für meinen Geschmack einen sehr großen Umfang. Und wer noch nicht genug bekommt… ich in meinem Falle habe noch sehr viele Aufgaben unerledigt und viele Möglichkeiten, wie den Ausbaue des eigenen Hauses, überhaupt nicht ausgeschöpft.

Meine Empfehlung an alle Freunde Harvest Moon, Stardew Valley und My Time at Portia: Unbedingt spielen!

Potion Permit
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Systeme: Xbox Series X/S, Xbox One, PlayStation 5, PlayStation 4, Nintendo Switch und PC
Entwickler: MassHive Media
Publisher: PQube
Genre: RPG, Adventure, Simulation
Release: 22.09.2022
Potion Permit bei OpenCritic

Gesamtwertung: 82%
 
Zuletzt bearbeitet:
Dennis Knoll

Dennis Knoll

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Heiraten kann man auch in Potion Permit. Ab Freundschaftslevel 3 verkauft Nora eine Mondbrosche mit der man seine Liebe gestehen kann.
Die Brosche habe ich ja bekommen und es hat quasi eine Romanze stattgefunden.
Aber es gab keine Heirat, man ist nicht zusammengezogen oder was anders. Es hat sich quasi fast nichts geändert außer der Tatsache, dass man "Verabredung" wählen kann.
Ansonsten sind sogar die Gespräche dieselben.
 
Ja stimmt, eine "richtige" Hochzeit ist es nicht. Wenn man sich entscheidet, kann man nur mit dem gewählten NPC ein Rendezvous haben. Das hätten die etwas schöner machen können.
 
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