Triumph des Willens, von 1935, coloriert, von Leni Riefenstahl.
Der Propaganda - Dokumentarfilm spielt an vier Tagen an unterschiedlichen Orten.
Ich musste zwischendurch einige Pausen machen, weil es so intensiv und einfach unglaublich war. Coloriert, wirkt der Propaganda - Dokumentarfilm einfach noch mal viel lebendiger. Aufgefallen ist mir diese menschenverachtende Ausdrucksweise die Adolf Hitler ans eigene Volk adressiert. Das scheint mir von den Leuten gar nicht hinterfragt zu werden. Die Menschen jubeln ihm ( vielleicht auch wegen diesen Forderungen ans eigene Volk ?!) unglaublich heftig zu.
Ich fĂŒhle mich wĂ€hrend des Films irgendwie wie ein Zeitreisender, der mittendrin war aber es ĂŒberhaupt nicht glauben und verstehen kann, was da gerade passiert. Das ist ja eigentlich völlig irre, dachte ich immer wieder.
Klar, waren die Menschenmengen von Leni Riefenstahl clever in Szene gesetzt worden. Trotzdem war in den Gesichtern der Jubelnden die totale Begeisterung zu sehen. Ich hab oft auf Pause gedrĂŒckt und mir nur die Standbilder angeguckt. Okay, da sind sehr viele echte Emotionen , glaubte ich sehen zu können. Als die 114 Minuten vorbei waren, war es auch höchste Zeit! Den Film schaue ich bestimmt kein zweites mal.Das war schon sehr heftig!
Danach hab ich noch zwei wirklich groĂe Interviews von Leni Riefenstahl nach dem Krieg gesehen. Die konnte ich ĂŒberhaupt nicht einordnen. Sie redet sehr viel,( viele Worte) sagt aber eigentlich nicht viel inhaltliches und wiederholt sich stĂ€ndig. FĂŒr mich nicht zu klĂ€ren/zu erkennen ob gut oder böse, Opfer, MitlĂ€uferin oder Verantwortlich. Experten können das vielleicht. Mir viel das sehr schwer.
Damit hab ich das schwere Thema fĂŒr mich abgeschlossen. Jetzt dĂŒrfen gerne wieder andere Themen kommen.
